Autor - rscomhost

Altes und Neues Testament

Die Bibel, das „Buch der Bücher“, stellt eine Schriftensammlung dar, die im Judentum und Christentum als Heilige Schrift mit normativem Anspruch für die ganze Religionsausübung gilt. Die Bibel des Judentums ist der Tanach תנ״ך, der aus drei Teilen besteht: aus der Torah תּוֹרָה („Weisung, Lehre“ – die fünf Bücher Mose), den Nevi’im נְבִיאִים („Propheten“) und den Ketuvim כְּתוּבִים („Schriften“). Auch Jesus und Paulus bestätigten diese Dreiteilung des Tanach (z. B. Luk. 24,44, Apg. 24,14). Das Christentum hat alle Bücher des Tanach übernommen und als Altes Testament (AT) dem Neuen Testament (NT) vorangestellt. Die Anordnung der Bücher im christlichen AT unterscheidet sich von der erwähnten Dreiteilung des hebräischen Tanach. Der Begriff „Altes Testament“ kommt im Tanach nicht vor. Im NT heisst es dafür „die Schrift“, „die Schriften“, „es steht geschrieben“, „die Torah (und die Propheten)“ oder „Mose (und die Propheten)“, (Matth. 4.4-10, Luk. 24,44, Röm. 11,8). Zudem wird der Tanach...

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TORA

Mit Tora (Akzent auf der Endsilbe) werden im engeren Sinne die fünf Bücher Mose bezeichnet, aber z. B. im Neuen Testament gelegentlich auch das ganze Alte Testament. Die sprachliche Bedeutung von tora wird meist auf das hebräische Wort jara, „unterweisen, lehren“, zurückgeführt. Rabbiner S. R. Hirsch leitet es von hebräisch hara ab, „empfangen, schwanger werden“, und entwirft das interessante Bild: Der Mensch kann Gottes Weisung empfangen wie einen Lebenssamen, der in ihm Gottes Leben und Weisung einpflanzt. (mehr …)

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Istvàn Tatai, Kirche und Israel

Vom Suchen und Finden eines neuen Beziehungsmodells in der Theologie nach Auschwitz Verlag für Theologie und Religionswissenschaft (VTR), Nürnberg 2017, 328 S. http://www.vtr-online.de/ Dieses Buch geht auf eine Dissertation zurück, welche der Autor 2008 in ungarischer Sprache der Theologischen Fakultät der Reformierten Universität Budapest vorgelegt hat. Als Pfarrer der ungarisch-reformierten Kirche hat Tatai die Umorientierung hinsichtlich der Beziehung „Kirche und Israel“ in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute ausführlich dargelegt und beurteilt – sowohl in den protestantischen Kirchen in Europa wie in der römisch-katholischen Kirche. Tatai nimmt zwei Auslöser für diese Neubesinnung wahr, die er als „neuzeitliches theologisches Erdbeben“ bezeichnet: Zum einen war dies die erschreckende Einsicht, dass die Kirchen in Theologie und Verkündigung in vielfacher Hinsicht dem Hass gegen das jüdische Volk Vorschub geleistet und somit eine erhebliche Mitschuld am Massenmord an den Juden Europas auf sich geladen haben. Zum andern war die Entstehung des Staates Israel wenige...

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Die dreifache Heimkehr

Unsere Generation erlebt eine unglaubliche Zeit. Der Gott und Schöpfer dieser Welt, der sich mit Abraham und seinen Nachkommen verbündet hat, kehrt mit seinem Bundesvolk, den Juden, wieder an den alten Schauplatz nach Israel zurück. Atemberaubend, was sich mit dem Beginn der Heimkehr der Juden ereignet hat und noch ereignen wird. (mehr …)

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Nach links geschrieben – Nach rechts gelesen

Biblisch-hebräisches Denken von Paul Veraguth Zum Buch Was ist überhaupt „hebräisches Denken“? Dürfen wir unsere angewöhnten Denkweisen überhaupt in Frage stellen?  Wie unterstützt biblisch-hebräisches Denken unser Vertrauen zu Gott? Wie verwandelt es unser Weltbild? Der erste Teil des Buches stellt unser humanistische Erbe, unser „Schul-Denken“, unserem geistlichen Erbe gegenüber: „Gott ernst nehmen ist die Grundlage aller Weisheit“. Wenn sie diese zwei Optionen überdenken, werden einige Leser ihr humanistisches Erbe ohne Gewissensbisse ausschlagen. Im zweiten Teil erläutert der Autor ein Dutzend hebräische Grundwörter. Erstaunlich, wie weit wir mit ein paar Vokabeln wie „Amen“, „hebräisch“ oder „Jahwe“ schon kommen… (mehr …)

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Exodus

Die Brücke zur Vollendung von Benjamin Berger Zum Buch Tagtäglich erreichen uns die Bilder von Menschen auf der Flucht. Zelte um die Ankommenden aufzunehmen kannte man bis anhin aus Kriegsgebieten, heute stehen sie bei uns. Die UNO-Flüchtlingshilfe schreibt: "Derzeit befinden sich weltweit knapp 60 Millionen Menschan auf der Flucht. Jeden Tag machen sich durchschnittlich 42 500 Menschen auf den Weg auf der Suche nach Frieden, Sicherheit und einem neuen Leben". Griffige Lösungen fehlen. Was sagt die Bibel zu diesem Thema? Sie nennt es EXODUS. (mehr …)

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